Abschied nehmen

Meine Gefühle am letzten Tag waren gespaltete Emotionen. Einerseits freute es mich mein Praktikum geschafft zu haben, aber wiederum realisierte ich, dass ich nie wieder mit den Kindern spielen und lachen darf. Ich verbrachte gerne Zeit mit den Kindern. Ich durfte meine Kindheit wieder erleben und das nachholen, was ich vielleicht verpasst habe. Die Kinder entführten mich in eine sorgenfreie Welt, wo die einzige Schwierigkeit darin lag, wer die rote Schippe kriegt. Am letzten Tag meiner dortigen Zeit verabschiedete ich die Kinder mit Muffins und in einem Stuhlkreis durfte ich als Schmetterling mit den Kindern tanzen.
Obwohl ich ein Vertrag unterschrieb, der beruft keine persönlichen Beziehungen aufzubauen, konnte ich der Liebe zu den Kindern nicht widerstehen. Ich versetzte mich in ein Kind hinein und war beim Spielen eine von den Kindern, da fällt es einem schwer noch die Erzieherin zu bleiben.
Der Abschied fiel mir bei einigen Kindern ziemlich schwer, da man nicht nur vorspielt hatte Freunde zu sein, sondern weil man zu richtige Freunde wurde. Ich denke noch an die Kinder und wenn ich beim Spazieren die Kita Farbenkreis sehen, erfüllt es mich mit Freude und Glück.

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