Corona Logbuch – 3

Corona Wochen, bzw Monate, die ich aufgehört habe zu zählen.

Heute ein dritter und letzter Eintrag von mir zum Thema Corona. Wie bei vielen Andere hat das letzte halbe Jahr nicht nur mein Umfeld, sondern auch ganz direkt mich selbst verändert.  In sämtlichem Chaos um mich herum durfte ich erleben, wie anstrengend, aber auch wie erleichtern es sein kann Dinge hinzunehmen. Mich hat fast von Anfang an bereits folgendes Zitat begleitet:

Lieber Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden. ~ Reinhold Niebuhr

Ich kann nicht ändern, dass ich in der Öffentlichkeit eine Maske tragen muss, egal, wie ich dazu stehe. Ich kann nicht ändern, dass meine Beziehung zerbrochen ist, auch, wenn mir das weh tut. Ich kann nicht änder, dass das nächste Semester wieder online statt finden wird und ich kann auch nicht ändern, dass die Kunden bei mir auf der Arbeit mich als die Böse sehen, wenn ich sie auffordern muss ihre Masken zu tragen. Ich kann allerdings ändern, wie ich mit sämtlicher dieser Situationen umgehe. Ich kann die Kunden liebevoll darauf hinweisen, dass aktuell eine Maskenpflicht herrscht. Ich darf mich darüber freuen, dass ich nicht die ganze Vorlesungszeit in überfüllten Busen zur Uni hoch fahren muss. ich darf erfahren, dass in allen Nöten und jedem Kummer Gott mir die richtigen Menschen zur Seite stellt, um zurecht zu kommen und gelassen sein zu dürfen. 

Ich hätte nie erwartet, dass in Zeiten der Aufruhr, wie sie aktuell sind, ich für mich so eine tiefe Ruhe und eine so friedliche Freude erfahren darf. Ich fühle mich nicht an jedem Tag gut, aber jeder Tag ist eine kleine Bescherung: ein stabiler Job, voran kommen in der Uni, Familie und Freunde, die zu mir halten und viel Zeit mich selber kennen zu lernen. 

Leute, ich möchte euch ermutigen die Zeit zu nutzen, die wir jetzt haben. Bleibt geduldig, freut euch über Familie, Freunde und das Gute Wetter und verwendet die Ruhe, um vielleicht nicht nur eure Wohnungen, sondern auch eure Gedanken (aus) zu sortieren.

Gott mit euch,

eure Mira

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