Die erste Woche in der Grundschule…

Die erste Woche meines diakonischen Praktikums ist nun vorbei und ich muss sagen, dass es mir besser gefällt als zuvor erwartet.

Der tägliche Kontakt mit Kindern im Alter von 6-10 Jahren ist zwar nicht immer einfach, dennoch habe ich mich im verlaufe dieser Woche daran angepasst. In den ersten Tagen musste ich mich erstmal an den herrschenden Lautstärkepegel, die ständigen Streitigkeiten und den respektlosen Umgang der Kinder unter sich aber auch mir gegenüber gewöhnen.

Es ist schwierig, in so manchen Situationen den Überblick zu behalten, dennoch bin ich der Ansicht, es bis hierhin relativ gut gemeistert zu haben.

Ich freue mich auf die kommenden Wochen und stelle mich dann gerne neuen Herausforderungen.

 

Die ersten Tage im Kindergarten

Mein erster Tag im Kindergarten war eigentlich ziemlich gut. Am Anfang des Tages wurde mir der Kindergarten gezeigt( z.B Aufenthaltsräume, Turnhalle, Spielplatz…) und danach wurde ich in die Schmetterlings-Gruppe eingeteilt. Am Anfang war es natürlich ein wenig komisch und ungewohnt, sowohl für die Kinder als auch für mich, doch nach einer gewissen Zeit hat sich dies eingependelt und die Kinder und ich haben zusammen geredet und gespielt. Einige waren offener als andere, aber das ist normal.Direkt an meinem ersten Tag hatten Zwillinge Geburtstag und wir haben im Kindergarten zusammen gefeiert. An meinem zweiten Tag sind wir dann zusammen mit den Kindern zur Sparkasse gelaufen und die Kinder haben viele interessante Informationen erhalten und haben eine Führung durch die Sparkasse bekommen. Danach waren wir noch ein Eis essen und sind dann wieder in den Kindergarten gegangen. An diesem Tag war es total warm, weshalb wir die meiste Zeit auf dem Spielplatz verbracht haben. Am zweiten Tag fing es auch damit an, dass ich dauernd meinen Namen gehört habe, der von den Kindern gerufen wurde. Sie wollten alle mit mir spielen und ich war leicht überfordert, aber ich denke ich habe es ganz gut gemeistert. An meinem dritten Tag kannten dann alle Kinder meinen Namen und wollten, dass ich bei ihnen ins Freundebuch schreibe und ich wurde auch schon öfters zu Geburtstagen eingeladen. Daran erkenne ich, dass mich die Kinder schon ins Herz geschlossen haben und ich sie ebenfalls. Die Arbeit mit den Kindern macht mir bisher wirklich Spaß und ich hoffe, dass die Kinder und ich noch eine Menge Spaß zusammen haben werden.

Meine ersten Tage in der Seniorenresidenz

Ich verbringe mein diakonisches Praktikum in der Seniorenresidenz. Dort darf ich in den Alltag von Betreuern schnuppern. Dieser besteht größtenteils darin, Veranstaltungen zu leiten, die Bewohner zu Besuchen, mit ihnen einen Spaziergang zu machen oder ihnen einfach ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Am ersten Tag, bekam ich erstmal eine Führung durch das Haus und erhielt einen Überblick über die ganze Einrichtung. Schon zu diesem Zeitpunkt war ich positiv von dem Gebäude überrascht, da es sehr hell ist und man sich dort wohlfühlen kann. Auch die Betreuer haben mich gut aufgenommen. Sie sind sehr offen und integrieren Praktikanten gut in ihren Alltag auf der Arbeit. Den Bewohnern stehen viele Veranstaltungen, wie die Sitzgymnastik, Bingo, Gedächtnistraining, Kreativ-Stunden, Musikkreise etc., zur Verfügung. Ich durfte sogar schon bei einigen von diesen Veranstaltungen dabei sein. Die Sitzgymnastik empfand ich zum Beispiel als sehr wichtig für die Bewohner, da man dort die Gelenke trainiert.

Außerdem habe ich in den letzten Tagen schon viele Bewohner in ihrem Zimmer besucht und mich mit ihnen beschäftigt. Mit manchen Bewohnern kam ich auf Anhieb gut zurecht, sodass man auch längere Gespräche mit ihnen führen konnte. Andere Bewohner, die eher verschlossen sind, benötigen dann doch etwas mehr Zeit um sich zu öffnen. Dabei bekam ich aber immer Unterstützung von den Betreuern, idem sie mir Tipps gaben, wie ich einen besseren Zugang zu den jeweiligen Bewohnern bekomme (Gesprächsthemen, Spiele etc.).

Insgesamt ist mein erster Eindruck also sehr positiv. Ich wurde gut aufgenommen und bin gespannt auf die nächste Zeit in meinem Praktikum.

Freude schenken

Es ist immer wieder bemerkenswert wie sehr sich Menschen ähneln und sich doch unterscheiden. Das durfte ich in der letzten Woche erleben. Durch das Praktikum kommt man mit den verschiedensten Menschen in Kontakt und egal wie alt sie sind oder egal ob sie gesundheitlich eingeschränkt sind oder nicht, eines haben sie alle gemeinsam: sie freuen sich, dass es Menschen gibt, die sich für sie interessieren.

Ich arbeite ich in den drei Wochen bei einem Ambulanten Pflegedienst mit. Anfangs war mir nicht ganz klar, dass unsere Arbeit nicht nur darin besteht, die Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sie zu Arztterminen zu fahren oder ihnen anderweitig zu helfen, sondern auch sehr vom Zuhören geprägt ist. Jeder von den Menschen hat eine eigene Geschichte und wenn es ihnen wichtig ist, einfach zu reden, dann reden wir mit ihnen, auch wenn das möglicherweise einen Großteil der Arbeitszeit ausmacht.

Außerdem war es schön zu sehen, dass sich nicht nur die diese Menschen freuen, sondern auch meine Kollegen. Ich freue mich, am Montag wieder zur Arbeit zu gehen.

Die erste Woche in Peru

Vor ziemlich genau einer Woche bin ich nach einer über 36 Stunden langen Reise zum ersten Mal in Südamerika gelandet. Schon sehr bald ist mir klar geworden, dass die 3000 Meter Höhe und 7 Stunden Zeitverschiebung nicht die einzigen Herausforderungen bleiben.

Das erste Wochenende war ein einziger Kulturschock, besonders da ich sofort auf einem typisch peruanischen Markt war, welcher sich sehr gut mit den Worten chaotisch und unhygienisch beschreiben lässt. Vor dem Essen alle Lebensmittel zu desinfizieren ist mittlerweile für mich schon fast so selbstverständlich geworden, wie die Alpakas im Garten abends mit Milch aus einer Babyflasche zu füttern.

Vor allem die Arbeit mit den Kindern macht mir viel Spaß, obwohl das Spanisch schon sehr herausfordernd ist, da es einige Unterschiede zu dem “spanischen Spanisch” aus der Schule gibt. Trotzdem bin ich extrem froh, die Möglichkeit zu haben hier mein diakonisches Praktikum zu machen.