Diakonisches Praktikum in der Senioren Residenz in Kierspe

Vor nicht allzu langer Zeit haben ich und 5 weitere Mitschüler von mir ein Diakonisches Praktikum in der Senioren Residenz in Kierspe gemacht. Wir waren insgesamt 3 Tage für jeweils 1- 1 ½ Stunden dort.
Am 13.Februar sind wir zum ersten mal mit unserer kompletten Klasse in die Senioren – Residenz gefahren. Wir wurden herumgeführt damit wir wissen wo was ist und wir uns bei den nächsten Malen gut zurechtfinden.
Am 20. Februar waren meine Gruppe und ich zum ersten mal alleine dort. Auf dem Weg dorthin habe ich mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie es dort sein wird. Ich hatte sehr gemischte Gefühle, da ich nicht genau wusste was uns erwartet und wie die Menschen dort auf uns reagieren würden.
Als wir dort ankamen, wurden wir nochmal in 2er Gruppen eingeteilt. Meine Klassenkameradin und ich wurden anschließend einer sehr netten Dame zugeordnet , welche uns wirklich sehr freundlich behandelte. Wir stellten uns erst einander vor und redeten im Anschluss darüber, wie das Leben in der Senioren – Residenz ist. Sie sagte das es dort einen geregelten Ablauf gebe welcher jeden Tag gleich ist. Es war meiner Meinung nach spannend zu hören wie die Damen und Herren dort wohnen und wie unser Leben, wenn wir so alt sind wie die Bewohner dort jetzt, aussehen könnte. Es ist nicht mal annähernd so wie mein Leben heute. Es ist streng durchplant. Alles wird zur selben Zeit gemacht und fast jeden Tag das selbe. Die Zeit dort verging sehr schnell, weshalb wir uns leider auch sehr früh wieder von dieser netten Dame verabschieden mussten.
In der darauffolgenden Woche sind wir leider nicht nach Kierspe gefahren, weshalb ich mich umso mehr gefreut habe am 27. Februar wieder dorthin zu fahren. Als wir in der Senioren – Residenz ankamen gingen wir, also Meine Klassenkameradin und ich, Bescheid sagen das wir dort waren und anschließend wieder zu der selben Frau wie beim vorherigen mal. Jedenfalls war das der Plan. Als wir bei Frau D., der Dame vom vorherigen mal ankamen, sahen wir das sie gerade Mensch ärgere dich nicht mit einer der Pflegerinnen spielte. Da sie diese Runde zu Ende spielen wollte sind wir dann zu einer anderen , ebenfalls sehr netten, Dame gegangen und haben uns mit ihr unterhalten. Diese Dame saß im Rollstuhl und war leider nicht mehr so gesund wie Frau D.. Wir stellten uns ebenfalls erst einmal einander vor und dann redete sie über ihr früheres Leben und darüber wie es sich verändert hat im Laufe der Zeit. Nach ca. 40 Minuten verabschiedeten wir uns auch leider wieder und gingen für ca. 20 Minuten noch zu Frau D. Wir unterhielten uns darüber was wir die vergangenen 2 Wochen über so gemachten haben und mussten dann leider auch schon wieder gehen.
Hinterher machte ich mir viele Gedanken darüber, wie das Leben der Frau welche im Rollstuhl sitzt ist. Ich denke es muss sehr schwer sein mit einer Krankheit umzugehen, bei der man im Rollstuhl sitzt und die Organe nach und nach immer schlechter werden. Dennoch finde ich es gut das man als Patientin einer solchen Krankheit so viel Unterstützung von den Pflegern dort bekommt.
Am 06. März waren wir dann leider zum letzten mal In der Senioren – Residenz. Wir waren wieder bei Frau D. Und unterhielten uns wieder mit ihr. Sie hat viel darüber geredet das bald Ostern ist und das sie hofft, das damit auch wieder gutes Wetter kommt da sie den Regen und die niedrigen Temperaturen nicht mag.
Für mich persönlich war das Diakonische Praktikum eine wichtige Erfahrung. Ich fand es sehr interessant zu sehen wie die Menschen dort Leben. Außerdem fand ich es wichtig, das wir 13/14- jährigen Schüler das machen, da wir so gesehen haben wie unser Leben in ein paar Jahrzehnten aussehen könnte. Also so durchstrukturiert und ordentlich. Das jeder Tag wie der andere ist und man wenn man Pech hat nicht mal Besuch bekommt. Jedoch finde ich es gut das es Einrichtungen für Leute gibt, die von ihre Familie nicht die Unterstützung bekommen können, die sie bräuchten.

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