“Diakonisches Praktikum”, oder auch “Dreieinhalb Wochen Lehren und Helfen im tansanianischen Busch” Teil 2

Moja, Mbili, Tatu, Nne, Tano, Sita, Saba, Nane, Tisa, Kumi: 1-10 auf Kiswahili und damit für mich in der zweiten Woche in Tansania im DP recht wichtig.

Ich durfte nämlich als Mathelehrer arbeiten, wenn auch nicht im regulären Unterricht. Dieser beginnt hier erst nächste Woche. Jedoch haben wir den Schülern, die trotzdem kommen wollten einfache Mathematik und Englisch beigebracht. Der Andrang war überragend: Sechs Schüler hatten sich auf den Weg gemacht. Sechs von angeblich gut 100 Schülern. Eigentlich aber verständlich, wer geht schon in den Ferien trotzdem zur Schule.

Die Schule an sich war klein. Von den Leuten im Camp und den Dörfern selbst gebaut umfasste sie drei Klassenzimmer, ein Toilettengebäude und eine Hütte, die als Küche genutzt wurde. Die Ausstattung war karg. Da es sich um eine öffentliche Schule handelte, war der Staat für die Bücher, Kreide und anderes verantwortlich. Dass bei so vielen Schulen die ein, oder andere mal übersehen wird  ist eine andere Sache.

Die Happy Bricks School Lukwambe

Aber gut. Von den sechs Schülern gab es zwei, die bereits ein wenig weiter waren. Mit diesen habe ich Mathe gemacht, während die anderen vier mit Kai Englisch gelernt haben. Die beiden Jungen, die bei mi saßen, waren um die 14 Jahre alt. Sie waren auch die einzigen von den 100, die eine weiterführende Schule besuchen durften/konnten. Das Thema, das wir behandelt haben war der Schrecken aller Schüler: Bruchrechnung.

Der Unterricht sah also so aus, dass ich an der Tafel auf Englisch Bruchrechnung erklärt habe und jemand aus dem Camp dies übersetzt hat. Der Erfolg war mittelmäßig.

In solchen Räumen fand der Untericht statt

Während auf Seiten von Bildung viele Kinder ihre Schwächen hatten, was man auch außerhalb der Schule merkte, so gingen sie zu Hause oder auf den Feldern doch oft zur Hand, sogar im ganz jungen Alter. Darin zeigt sich welche Schwerpunkte oft in den Familien noch gelegt wurden. Zwar waren die meisten Kinder in der (Grund-)Schule, jedoch ging es für die wenigsten mit einer höheren Schule, geschweige denn mit einem Studium weiter sondern in Haus und Hof.

 

02.07.2017

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