DP Loppiano 2/3

Kaum zu glauben, dass nun auch die dritte Woche des DP‘s angefangen hat und es nächste Woche auch schon wieder nach Hause nach Deutschland geht.

Wie ich bereits in meinem letzten Bericht beschrieben habe, arbeiten wir (Katrin und ich) in vielen Stellen und nun kommt ein kurzer Bericht zu den jeweiligen Einrichtungen.

  • Casa Agape (Frauenaltenheim)

Uns gefällt diese Einrichtung am meisten. Mittlerweile vertraut man uns Aufgaben an, bei welchen man persönlich mit den Mitbewohnern etwas machen muss. Vorher haben wir eher im Hintergrund gearbeitet (Haus geputzt, Garten gepflegt, Wäsche gebügelt und gefaltet, etc.) und nun machen wir Physiotherapien mit den Mitbewohnern, stylen ihre Haare, pfeilen ihre Nägel, bekleiden sie oder massieren sie. Dort sind alle Frauen sehr fit und es fühlt sich eher wie eine Wg an als ein Altenheim. Eine Frau mit Demenz wohnt auch da, welche, wegen dieser Krankheit, die ganze Zeit singt. Ab und so singen wir ihr ein Lied auf Italienisch vor, welches uns eine Mitarbeiterin gezeigt hat. Wenn wir ihr das vorsingen, erinnert sie sich an das Lied und singt mit. Zum Glück ist uns noch nichts unangenehmes vorgekommen. Die Mitbewohner und Mitarbeiter sind alle sehr lieb und scheuen nicht den Kontakt zu uns.

  • Lezione di Italiano 

Der Italienischunterricht mit unserem Lehrer Riad läuft sehr gut. Wir haben nicht erwartet, dass wir in dieser kurzen Zeit direkt fließend Italienisch sprechen werden, aber wir können uns mittlerweile mit den Anderen verständigen.

Im Unterricht lernen wir die Grammatik und die Vokabeln lernen wir durch Konversationen in unserer Freizeit.

Bei „längeren“ Gesprächen verständigen wir uns aber meist in Englisch oder Russisch mit den Einwohnern von Loppiano.

  • Scuola con Bambini

Die Kinderbetreuung gestaltet sich etwas schwieriger als das Arbeiten im Casa Agape. Wir betreuen mit Cristian (ein Fokolari der die Betreuung leitet) ca. 8 Kinder im Alter von 5-12. Bei so einem breiten Spektrum ist es schwer, ein geeignetes Konzept zu finden. Die Spiele müssen alle Kinder fordern und ihnen auch Spaß machen. Auch arbeiten wir hier eher passiv mit. Wir arbeiten vorher ein Konzept aus, aber können in der Stunde wenig mit den Kindern machen, weil unser Italienisch nicht so gut ist. Daher übernimmt Cristian das Reden und wir spielen bei den Spielen mit. Man fühlt sich ab und zu etwas merkwürdig in unserem Alter z.B einen Tigerkopf mir Wachsmalstiften zu malen. Dennoch ist die Arbeit ganz ok.

  • Attivita‘ con equipe acrobaleno

Neben dem diakonischen Teil des Praktikums arbeiten wir in einer Putzkolonne der Stadt mit. Wir unterstützen die Stadt mit unserer Arbeit und tun etwas für die Gemeinschaft. Daher passt diese Arbeit in den sozialen Teil des Praktikums.

Bisher musste ich nur die Kirche säubern und im Auditorium (Zentrum der Stadt) die Toiletten säubern. Auch hier ist uns nichts unangenehmes passiert. Wir arbeiten mit einigen Leuten in unserem Alter und unsere Chefin ist echt entspannt.

  • Casa Focolare nuova unita‘ (Männeraltenheim)

Hier ist das Arbeiten, wie im Casa Agape, sehr entspannt. Jedoch haben wir wenig Kontakt mit den Mitbewohnern. Bisher haben wir einen älteren Mann namens Albert kennengelernt, der aus Deutschland kommt. Er erzählt uns sehr viel von seinem Leben und seinen Erfahrungen. Im Männeraltenheim haben wir keine richtige Aufgabe. Wir reden mit Albert und basteln ab und zu etwas.

 

Ich bin sehr froh mein Dp im Ausland zu machen. Die Erfahrung die man hier sammelt sind einzigartig und die Menschen hier sind sehr lieb. Wir haben uns mit Leuten aus der ganzen Welt angefreundet und verbringen unsere Freizeit mit Ihnen oder erkunden die Städte in unserer Nähe.

 

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