Fazit zum Praktikum

Hallo zusammen,

in diesem Beitrag ziehe ich ein Fazit zu dem Praktikum.
Im Vergleich zur 2. Woche hat sich nicht viel verändert.
Im Prinzip lernte ich nur die Kinder und ihre Vorlieben besser kennen.
Einige Kinder waren allerdings immer dominanter als andere, was es mir praktisch unmöglich machte meine Zeit gerecht auf die Gesamtheit aufzuteilen.

Was ich sehr interessant fand, waren die Kinder, die sich die Alltagsroutine merken konnten.
Sobald sie bestimmte Zeichen der Erzieher wahrnehmen konnten, reagierten einige Kinder recht schnell.
Den Prozess des Lernens bis dahin, habe ich offensichtlicher Weise nicht mit verfolgen können, da ich nur 3 Wochen im Betrieb war.

Ist das DP im allgemeinen nun lohnenswert oder nicht?
Für mich persönlich nicht.
Während man sich im DP befindet, sollte man eigentlich schon die berufliche Richtung kennen, die man gehen möchte.
Da ich meinen Ausbildungsplatz bereits vor dem DP sichergestellt habe, hat es mir in der beruflichen Findung nichts gebracht.
Anderen Schüler-/innen könnte dies trotzdem sehr hilfreich sein, da es sie beruflich und oder persönlich weiter bringt.

Abschied nehmen

Meine Gefühle am letzten Tag waren gespaltete Emotionen. Einerseits freute es mich mein Praktikum geschafft zu haben, aber wiederum realisierte ich, dass ich nie wieder mit den Kindern spielen und lachen darf. Ich verbrachte gerne Zeit mit den Kindern. Ich durfte meine Kindheit wieder erleben und das nachholen, was ich vielleicht verpasst habe. Die Kinder entführten mich in eine sorgenfreie Welt, wo die einzige Schwierigkeit darin lag, wer die rote Schippe kriegt. Am letzten Tag meiner dortigen Zeit verabschiedete ich die Kinder mit Muffins und in einem Stuhlkreis durfte ich als Schmetterling mit den Kindern tanzen.
Obwohl ich ein Vertrag unterschrieb, der beruft keine persönlichen Beziehungen aufzubauen, konnte ich der Liebe zu den Kindern nicht widerstehen. Ich versetzte mich in ein Kind hinein und war beim Spielen eine von den Kindern, da fällt es einem schwer noch die Erzieherin zu bleiben.
Der Abschied fiel mir bei einigen Kindern ziemlich schwer, da man nicht nur vorspielt hatte Freunde zu sein, sondern weil man zu richtige Freunde wurde. Ich denke noch an die Kinder und wenn ich beim Spazieren die Kita Farbenkreis sehen, erfüllt es mich mit Freude und Glück.

2. Bericht zum DP in der Grundschule

Nachdem jetzt die Hälfte des Praktikums schon vorüber ist und ich anderthalb Wochen in der Grundschule verbracht habe, konnte ich schon ein paar neue Erfahrungen und Erlebnisse sammeln. Zusammen mit einem anderen Mitschüler bin ich einer ersten Klasse zugeteilt worden, in die insgesamt 28 kleine Schüler gehen. Da die Klasse so groß ist und die Lehrerin bisher meist alleine unterrichtet hat, konnte sie unsere Unterstützung gut gebrauchen. Die Erstklässler haben täglich einen sehr ähnlichen Tagesablauf, der grundsätzlich aus den Fächern Deutsch, Englisch, Mathe und auch mal Sport und Musik besteht. Die Unterrichtsstunden sind jeweils 45 Minuten lang, die Zeit verfliegt gefühlt jedoch sehr viel schneller. Die Schüler gehen gerade einmal fast ein Jahr zur Schule, was man während des Unterrichts auch deutlich an ihrem Verhalten merkt. Sie sind sehr unruhig, laufen durch die Klassen, quatschen zwischendurch mit Kindern, die sehr weit weg sitzen quer durch die Klasse und können sich schlecht konzentrieren. Daher fällt es der Lehrerin auch manchmal schwer überall gleichzeitig zu helfen und für Ordnung zu sorgen. Dass die Klasse einfach zu groß ist, merkt man jedoch auch am unterschiedlichen Lernverhalten und –niveau der Schüler. Zwar wird versucht die Kinder individuell zu fördern und zu fordern, jedoch sind die Unterschiede so groß, dass sie fast unüberwindbar scheinen. Zum Beispiel erhalten die Kinder jeweils sogenannte „Lies mal Hefte“ von den Lehrern, die unterschiedlich schwierige Aufgaben beinhalten. Während ein Kind sich noch mit dem ersten Heft beschäftigt, arbeitet ein anderes schon im sechsten Heft und ist seinem Mitschüler weit voraus. Der Gedanke die Kinder hier individuell zu fördern, scheint zwar gut, die Umsetzung des Ganzen ist jedoch bei weitem schwieriger.
Das Highlight der Kinder sind die wöchentlichen Sport- und Musikstunden, sowie ihre tägliche Pause, in denen sie sich gut austoben. Mein Mitschüler und ich verbringen diese Pause ebenfalls draußen und spielen jeden Tag mit den Kindern fangen, verstecken oder Ballspiele. In dieser Zeit hat man die Möglichkeit die Kinder mal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen und auf sie einzugehen. Viele Kinder waren uns gegenüber zunächst sehr schüchtern, über die Zeit wurden sie allerdings sehr anhänglich und wollten uns manchmal selbst nach dem Unterricht kaum gehen lassen. Alle Kinder waren sehr lieb zu uns, sodass man sie schnell ins Herz geschlossen hat. Jedoch waren die Kinder unter sich nicht immer gerade friedlich. Daher kam es auch hier und da mal zu Streitereien und die Kinder fingen an sich zu beleidigen, ihre Hausschuhe gegenseitig wegzuschmeißen oder sie zu schlagen. In solchen Situationen, gerade wo kein Lehrer dabei war, mussten wir dann die Verantwortung übernehmen und auf die Kinder eingehen. Um den Streit zu schlichten, musste man zum Beispiel auch überlegen, wie man auf die Kinder zugeht, wie man mit ihnen redet und was genau man ihnen sagt, damit sie ihre Fehler auch einsehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Kinder ganz unterschiedlich reagieren, sodass man bei dem einen schon mal lauter werden musste, während man bei dem anderen ruhig und verständnisvoll auf ihn einreden musste.

Insgesamt haben solche Situationen deutlich gezeigt wie unterschiedlich die Kinder sind und dass die sozialpädagogische Förderung in der ersten Klasse ganz besonders im Vordergrund steht.

Fazit von meinem DP

Insgesamt fand ich mein DP in der Kita Junior in Plettenberg recht abwechslungsreich.

Ich habe viele Einblicke in den Beruf als Erzieher erhalten und konnte viel mit den Kindern interagieren.

Meine Erwartungen wurden somit erfüllt.

 

Allerdings hat sich für mich auch deutlich herausgestellt, dass der Job als Erzieher nichts für mich wäre, da ich die Aufgaben (insofern überhaupt welche bestehen) insgesamt ziemlich langweilig und uninteressant finde.

Man ist im Grunde genommen den gesamten Tag damit beschäftigt, Kinder zu trösten, Streitigkeiten zu schlichten und für einen gesitteten Umgang zu sorgen.

 

Ich kann nachvollziehen, dass viele diesen Beruf interessant finden, aber für mich ist er leider aus den oben geschilderten Gründen nichts.

 

Das war mir aber allerdings auch schon vor dem Praktikum klar.

 

Dennoch war es wie erwähnt eine interessante Erfahrung, die man aber auch auf zwei Wochen verkürzen hätte können.

Reflektion

Ich ging in das Praktikum ohne hohe Erwartungen zu haben und dachte, dass dieser Beruf sehr leicht ist.

Doch es hat sich das Gegenteil gezeigt.

Der Beruf als Erzieher ist sehr stressig und auch nicht für jedermann.

Man muss sehr geduldig sein und man muss lernen ruhig zu bleiben.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich viel in den drei Wochen dazu gelernt habe.

Ich habe gelernt besser mit Kindern umzugehen und ruhig zu bleiben, selbst wenn man einem Kind zum fünften Mal versucht etwas zu erklären.

Meine Praktikumsstelle würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen, die Einrichtung ist sehr groß und modern, zudem ist das Personal sehr nett und hat es hat mich immer gut behandelt.

Dies war mein Diakonisches Praktikum 2019!