2. DP-Bericht, Johanneswerk

Bin inzwischen ein wenig mit allem vertraut und habe Eindrücke verschiedenster Leute bekommen. Helfen musste ich bis jetzt nur selten, da ich nur bei Leuten, die wirklich nicht alleine zurechtkommen, Dinge überprüfen musste. Die meisten Leute in der Werkstatt arbeiten sehr autonom und benötigen keine Unterstützung. Bei einigen merkt man, dass sie in gewissen Bereichen eingeschränkt sind, bei anderen merkt man es ihnen gar nicht an. Die meisten sind ziemlich nett, sowohl die Gruppenleiter (Eingeteilte Personen die die verschiedenen Gruppen von Mitarbeitern beaufsichtigen) als auch die Mitarbeiter selbst. Auf Nachfrage bekomme ich Auskunft über die Art der jeweiligen Arbeit und werde auch von den Mitarbeitern in selbige kurz eingeführt.

3. DP-Bericht, Johanneswerk

Ich musste diesmal den schwerbehinderten helfen, welche die Dinge nicht so leicht angehen können, wie andere. Dazu gehören starke geistige Einschränkungen, wie z.B. eine sehr starke Form von Autismus, oder auch starke körperliche Einschränkungen (Sehkraft fast nicht vorhanden + langsameres Arbeiten durch langsame Bewegungen, gelähmter Arm, etc.). Einige von ihnen müssen praktisch durchgehend betreut werden, da sie nach einer gewissen Zeit einfach ihre Konzentration verlieren und ihre Arbeit entweder falsch, oder gar nicht mehr machen. Sie brauchen also von außerhalb einen gewissen Denkanstoß, bzw. eine Art Leitfaden, damit sie bei der Sache bleiben. Die Kommunikation fällt dann ebenfalls schwer aus, gerade bei denjenigen, die keine richtigen Sätze bilden können. Einige Dinge kann man halbwegs deuten, andere kann man anhand schwammiger Körpersprache erahnen.

Letzter DP-Bericht, Johanneswerk

Was ich bis jetzt so bei meinem Praktikum gelernt habe:
Die Werkstatt ist eine gute Möglichkeit für Leute mit Behinderungen und Einschränkungen um überhaupt eine Arbeit zu finden und die meisten arbeiten auch vollkommen eigenständig. Jedoch gibt es auch welche, die sich zu höherem berufen fühlen und durch ihre jeweiligen Einschränkungen nicht von der Werkstatt weggehen können. Zum Beispiel eine Frau, die an Spastik und noch einer leichten geistigen Einschränkung leidet möchte dort nicht mehr arbeiten hat jedoch keine Möglichkeit dazu. Oder ein Mann mit einer sehr ausgeprägten Sehschwäche und Epilepsie, der dadurch auch nicht im normalen Berufsleben tätig sein kann, obwohl er es möchte. Die Werkstatt ist also einerseits gut für Leute mit schwereren Behinderungen, aber für andere ist sie eine eher widerwillige Notlösung. Durch mein DP habe ich außerdem auch erfahren können, dass einige Leute dort durch ihre Einschränkung doch sehr einsam sein können, da sie keine nicht-behinderten Freunde haben, oder zu Hause einfach nur rumsitzen können, weil sie keine richtige Möglichkeit haben sich zu beschäftigen (Beispiel dafür: Ein Mann mit einer geistigen Einschränkung, einem gelähmten Arm und fast-Blindheit). Auch Verständnisprobleme haben sich mit der Zeit gelöst, auch wenn man manchmal sehr oft nachfragen muss. Ich fand das DP insgesamt höchst aufschlussreich und bin der Ansicht das Leben dieser Leute ein wenig besser nachvollziehen zu können.

Dp 2019: Klinikum Rechts der Isar Nr.2

Mittlerweile habe ich mich im Klinikum eingelebt und erledige meine Aufgaben nun routinierter & selbstständiger.

Außerdem lassen sich Verbesserungen, bzw. Verschlechterungen des Zustandes einzelner Patienten gut beobachten. So gibt es Patienten, die noch vor einer Woche nicht ansprechbar waren und nun wieder stehen & laufen können (wenn auch mit Unterstützung). Genauso kam es jedoch auch schon vor, dass ich nach einem Wochenende wieder ins Krankenhaus kam und Patienten, um die ich mich gekümmert hatte, in der Zeit verstorben sind.

Mal schauen wie es weiter geht…

Meine Letzten Tage in der Kita

Nun komm ich zum Ende meines Praktikums und der Kita. Ich habe sehr viel erlebt und auch neue Erfahrungen gesammelt. Auch nach diesen drei Wochen, finde ich es dort auf keinen Fall schlecht.

Die Kinder werden immer aufgedrehter und frecher was es ein wenig schwerer für mich macht, doch es klappt trotzdem relativ gut. Ich kann mir gut vorstellen dass manche Kinder zuerst nicht so gut damit klar kommen, wenn das Praktikum beendet ist, da sie sehr stark an mir hängen.

Meine ganzen Erfahrungen werde ich teilen wenn das Praktikum zuende ist.